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Deutsche Forschungsgemeinschaft, Land und Johannes Gutenberg-Universität Mainz investieren über zwei Millionen Euro in Zyklotron und dafür erforderlichen Baukomplex


Erster Spatenstich für neues Zyklotrongebäude / Großforschungsgerät unterstützt forschungsstarke Profilbereiche der Universität

29.09.2015

Das Institut für Kernchemie erhält für sein neues Zyklotron ein unterirdisches Gebäude. Für rund 1,2 Millionen Euro errichtet die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) im Anschluss an den Erweiterungsbau Kernchemie den neuen Baukomplex mit Zyklotronraum, Technikraum, Kontrollraum und einer Schleuse sowie einem Syntheseraum. Mit diesem Großforschungsgerät werden hauptsächlich kurzlebige Isotope für die Grundlagenforschung und zur Herstellung von Radiopharmaka für die Positronen-Emissions-Tomopgraphie (PET) produziert. Die Kosten für diesen Teilchenbeschleuniger in Höhe von rund einer Million Euro finanzieren sich aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz.

“Mit diesem Großforschungsgerät bauen wir die hervorragende Infrastruktur für unsere forschungsstarken Profilbereiche weiter aus und stärken deren Wettbewerbsfähigkeit national und international”, erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, im Rahmen des ersten Spatenstichs für das Zyklotrongebäude.

Univ.-Prof. Dr. Dirk Schneider, Dekan des Fachbereiches 09 – Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften, freut sich über die Realisierung des Zyklotrongebäudes: “Dies stellt neben anderen Bauvorhaben einen weiteren wichtigen Schritt in der baulichen Erneuerung und Weiterentwicklung unseres Fachbereichs dar.”

Bei dem Zyklotrongebäude handelt es sich um ein unterirdisches Gebäude mit einer Grundfläche von 83 Quadratmetern. Das Zyklotron wird über die geöffnete Decke eingebracht, die anschließend wieder verschlossen wird. Mit diesem Teilchenbeschleuniger werden hauptsächlich die kurzlebigen Isotope F-18 und C-11 produziert, die zur Herstellung von Radiopharmaka genutzt werden. Weiterhin partizipieren der Sonderforschungsbereich “Nanodimensionale polymere Therapeutika für die Tumortherapie” und die Universitätsmedizin an den radioaktiven Isotopen.

Univ.-Prof. Dr. Frank Rösch vom Institut für Kernchemie weist darauf hin, dass bislang die Nutzung von F-18 nur eingeschränkt möglich war, da dieses Isotop von außerhalb bezogen werden musste. Untersuchungen mit C-11 konnten wegen dessen kurzer Halbwertszeit überhaupt nicht durchgeführt werden. “Mit der Inbetriebnahme des ‘Mainzer Zyklotrons’ wird eine neue Qualität bei der Herstellung medizinisch relevanter radioaktiv markierter Moleküle erreicht”, so Professor Rösch, “was für die Angewandte Forschung und die Grundlagenforschung äußerst wichtig ist.”

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http://www.uni-mainz.de/presse/72652.php


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